Veröffentlichung des Sustainable Development Report 2022
Am 2. Juni wurde die 2022 Edition des Sustainable Development Reports und des SDG Index veröffentlicht. Der Report zeigt, dass die vielen internationalen Krisen die Welt bei der Agenda 2030 zurückgeworfen haben. 2022 hat die internationale Gemeinschaft schon zum zweiten Mal in Folge keine Fortschritte bei den SDGs vorweisen können, und der SDG Index ist erneut leicht gesunken. Rückschläge bei SDG 1 (Keine Armut) und SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) durch die Pandemie und unzufriedenstellende Entwicklungen bei SDG 11-15 (Klima, Biodiversität und nachhaltige Stadtentwicklungen) fallen bei der negativen Bilanz besonders ins Gewicht. Beim SDG Index führen 10 europäische Länder, allen voran Dänemark, Schweden und Norwegen, die Tabelle an. Bangladesch und Kambodscha haben jedoch seit 2015 die größten Fortschritte bei den SDGs gemacht. Der Bericht stellt heraus, dass es einen internationalen Plan zur Finanzierung der Agenda 2030 braucht, denn das zur Erreichung der SDGs benötigte Kapital steht den ärmeren Ländern schlichtweg nicht zur Verfügung. Weitere Erkenntnisse aus dem Report sind die signifikanten negativen internationalen Spillover-Effekte, die reiche Länder insbesondere durch ihr Konsumverhalten erzugen, und das Potenzial während der Pandemie entstandener Partnerschaften und Innovationen für die Umsetzung der Agenda 2030.