Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) verleiht 30. Deutschen Umweltpreis
Der Deutsche Umweltpreis zählt mit 500.000 Euro zu den höchstdotierten Umwelt-Auszeichnungen Europas; dieses Jahr vergibt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zudem einen Ehrenpreis über 20.000 Euro. Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises zeichnet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt Einsatz und Leistungen aus, die entscheidend und in vorbildhafter Weise zum Schutz und zur Erhaltung unserer Umwelt beigetragen haben und künftig zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden. Am Sonntag den 30. November 2022 fand die Preisverleihung in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergab den DBU-Umwelt- und Ehrenpreis dabei persönlich an herausragende Leistungen für Schiffbau, Wildnis und Landwirtschaft. Den Deutschen Umweltpreis teilen sich die Ingenieure Friedrich Mewis und Dirk Lehmann mit dem Biologen Dr. Christof Schenck. Der Ehrenpreis geht an Myriam Rapior als Vertreterin der jungen Umweltbewegung sowie Kathrin Muus als junge Engagierte aus der Landwirtschaft.
Friedrich Mewis und Dirk Lehmann brachten mit ihrem Becker Mewis Duct (BMD) die Schifffahrt auf Klimakurs: Seit Markteinführung 2008 sparte diese zwischen Schiff und Propeller montierte hydrodynamische Vordüse weltweit bislang bei rund 1400 Schiffen nicht nur Millionen Tonnen Schweröl ein, sondern auch etwa zwölf Millionen Tonnen klimaschädliches Treibhausgas Kohlenstoffdioxid. Positiver Nebeneffekt: leisere Schiffe und dadurch geringere Lärmbelastung für Meerestiere wie Wale. Biologe Dr. Christof Schenck erhält den Preis für seinen Einsatz zum Schutz der Wildnis vor menschlichen Eingriffen und bei der Bewahrung der stark bedrohten Artenvielfalt, Schenck setzt sich für den Schutz großer Wildnisrefugien ein, er schuf überdies mit dem internationalen Naturerbe-Fonds Legacy Landcapes Fund einen Weg zum Erhalt des Weltnaturerbes. Der DBU-Ehrenpreis für Myriam Rapior und Kathrin Muus ist Anerkennung für deren bemerkenswerte Vermittlerrolle in der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Sie entwarfen gemeinsam mit der ZKL die Vision einer ökologischen, sozial nachhaltigen und zugleich ökonomisch tragfähigen Agrarwirtschaft und konnten im ZKL Abschlussbericht 2021 Empfehlungen für Wege hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft vorlegen.
Mehr Informationen zum DBU sowie eine Vorstellung der PreisträgerInnen finden Sie hier.