Diskurswandel ja, Politikwandel nein
Eine am 20. Juni erschienene Meta-Studie der Universität Utrecht mit dem Titel “Scientific evidence on the political impact of the sustainable development goals” weckt Zweifel an der Effektivität der Sustainable Development Goals (SDGs). Die Auswertung von 3000 wissenschaftlichen Studien, die zwischen 2016 und April 2021 zu den SDGs durchgeführt wurden, habe ergeben, dass die Nachhaltigkeitsziele zwar einen gewissen Einfluss auf Institutionen und Politik hätten, dieser sich aber weitestgehend auf den Diskurs, d.h. die Art und Weise, wie AkteurInnen Nachhaltigkeit verstehen und darüber sprechen, beschränke. Tiefgreifende politische Veränderungen aufgrund der Agenda 2030, beispielsweise in Form von Gesetzesänderungen oder neuen Kriterien für staatliche Subventionen, seien jedoch nur in wenigen Fällen nachweisbar.